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Das karmesinrote Blütenblatt

​London im 19. Jahrhundert:
William Rackham (Chris O’Dowd, „The IT-Crowd“, „Brautalarm“) ist der gutbetuchte Erbe einer florierenden Parfum-Manufaktur, kann mit Zahlen, Buchführung und Geschäftsberichten aber nur wenig anfangen. Lieber will er Schriftsteller werden, doch leider mangelt es ihm dafür an Disziplin und Talent. Als würde das nicht reichen, ist er in einer Ehe mit der psychisch labilen Agnes (Amanda Hale, „Ripper Street“) gefangen, die von paranoiden Anfällen und Visionen geplagt ist. Als feststeht, dass Agnes dauerhaft in ärztliche Behandlung muss, stellt Henry Rackham Senior seinem Sohn ein Ultimatum: Entweder er beginnt mit ihm und seinem Bruder Henry Junior (Mark Gatiss, „Doctor Who“, „Sherlock“) im Familienunternehmen zu arbeiten, oder er stellt sämtliche finanziellen Zuwendungen an William ein.

Niedergeschlagen und verzweifelt sucht William Ablenkung mit seinen Freunden Bodley (Blake Ritson, „Upstairs Downstairs“) und Ashwell (Bertie Carvell, „Jonathan Strange and Mr. Norrell“). Nach einem Saufgelage bringen die beiden ihren Freund ins Edelbordell von Mrs. Castaway (Gillian Anderson, „Akte X“, „Hannibal“). Hier lernt William die geheimnisvolle Sugar (Romola Garai, „Abbitte“) kennen, die für ihn auf vielen Ebenen die Erfüllung seiner Träume ist: Sie ist intelligent, teilt Williams Leidenschaft für die Literatur, ist weltgewandt, interessiert, geschäftstüchtig und verständnisvoll. William kauft Sugar bei Mrs. Castaway frei, damit sie ihm exklusiv zur Verfügung steht. Ihr Einfluss auf ihn lässt nicht lange auf sich warten: William gewinnt sein Selbstbewusstsein zurück und steigt im Unternehmen seines Vaters ein. Seine geschäftlichen Entscheidungen lässt er Sugar für sich treffen.

Die leidenschaftliche Liaison wirft schon bald ernsthafte Probleme auf: Agnes Zustand verschlechtert sich, ihre Eskapaden werfen ein schlechtes Licht auf Williams Familie, und Sugar genügt es nicht mehr, nur die Geliebte zu sein. William beginnt, sich von seinen beiden Frauen zu entfremden – was verhängnisvoll ist. Denn Sugar hat allen Männern, die ihr jemals Leid angetan haben, bittere Rache geschworen.

Fakten und Infos

„Das karmesinrote Blütenblatt“ ist die aufwändige TV-Adaption des gefeierten Weltbestsellers von Michel Faber, den er 2002 nach fast 20 Jahren Arbeit veröffentlichte. Das frivole Sittengemälde avancierte vor allem in den englischsprachigen Ländern zum großen kommerziellen Erfolg und begeisterte gleichzeitig weltweit die Literaturkritik. Der britische Guardian schwärmte: „‘Das karmesinrote Blütenblatt‘ ist der Roman, den Dickens geschrieben hätte, wenn es ihm erlaubt gewesen wäre, unverblümt zu sprechen.“ Meisterhaft kombiniert das 850-Seiten-Werk Dickens‘ Gespür für menschliche Verflechtungen, dramatische Zufälle und überraschende Handlungswendungen mit Fabers beißender Gesellschaftskritik, die trotz der historischen Kulisse erschreckend aktuell ist.

Die vierteilige BBC-Adaption überzeugt mit schwelgerischen Bildern, aufwändiger Ausstattung und einem außergewöhnlichen All-Star-Cast: Romola Garai gibt eine verführerische und wehrhafte Sugar, Chris O’Dowd meistert den Spagat zwischen verunsichertem Muttersöhnchen und eiskaltem Egozentriker, Mark Gatiss brilliert als sexuell verunsicherter Bildungsbürger und Gillian Anderson besticht als intrigante Puffmutter mit einem dunklen Geheimnis. Komplettiert wird das außergewöhnliche Ensemble von Shirley Henderson („Harry Potter und die Kammer des Schreckens“), Katie Lyons („Boy A“), Elizabeth Berrington („Waterloo Road“) und Richard E. Grant („Bram Stoker’s Dracula“, „Gosford Park“).

Beim wichtigsten britischen Fernsehpreis, dem Bafta, war „Das karmesinrote Blütenblatt“ 2012 als beste Mini-Serie nominiert, außerdem war Romola Garai als beste Hauptdarstellerin im Rennen. Für die Kanadierin Gillian Anderson war „Das karmesinrote Blütenblatt“ nach „Bleak House“ und „Große Erwartungen“ bereits die dritte aufwändige Literaturverfilmung mit der BBC. 2015 wird sie erneut in einem BBC-Mehrteiler zu sehen sein: Neben Paul Dano, Jim Broadbent und Stephen Rea spielt sie in der Adaption von Leo Tolstois „Krieg und Frieden“.
Regisseur Marc Munden zeichnet ebenfalls für sieben Folgen der innovativen BBC-Thriller-Serie „Utopia“ verantwortlich.


Michel Fabers Erfolg als Autor begann erst in seinem 40. Lebensjahr: Sein Debüt „Under the Skin“ wurde für den renommierten „Whitbread First Novel Award“ nominiert. 2013 erschien die Geschichte einer Außerirdischen, die an der schottischen Küste männliche Anhalter einsammelt, als Kinofilm mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle.


Der Originaltitel „The Crimson Petal and the White“ stammt aus dem Gedicht „Now Sleeps the crimson petal” von Alfred Lord Tennyson aus dem Jahr 1847.

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